St.-Andreaskirche zu Antwerpen
Der Chor

In diesem Taufbecken wurden u.a. die berühmten flämischen Autoren Hendrik Conscience (1812) und Lode Zielens (1903) getauft.

Chorstühle, Ende 16.Jh.

Der Schutzengel, Gemälde, Erasmus II Quellinus, 1667.

Frau Fortuna verführt einen jungen Mann auf drei unterschiedene Weisen: sie bietet ihm einen Lorbeer­kranz des Ruhmes und eine goldene Krone der Macht an weist mit einem Zepter auf Reichtum: Säcke mit Gold gefüllt.

Tafeln der 36 Heiligen, 36 Gemälde auf Tafeln, Theodoor Boeyermans, 17. Jahrhundert.

Nach Schließung der St. Salvator-Abtei, auch als Pieter Pot-Abtei bekannt, haben die Reliquien der 36 Heiligen hier 1802 eine neue Heimat gefunden. Die 36 gemalten Tafeln von Theodoor Boeyermans (17. Jahrhundert), mit einer Darstellung von jedem dieser Heiligen, wurden als Verzierung für die Täfelung des Chorgestühls und der Bruderschaftsbänke in den Seitenschiffen verwendet. Heute sind die Reliquien dauerhaft in diesem Reliquienschrein untergebracht, der hinten im Südschiff einen festen Platz bekommen hat.

In den prachtvollen Prozessionen der damaligen Zeit wurden die Reliquien im monumentalen silbernen Schrein von Jan Pieter Antoon Verschuylen (1845) mitgetragen, aufgebahrt als enormer Tragekasten mit zusätzlichen Tragstöcken für mindestens 16 Mann. Aus Anlass des jährlichen Festes wurde mitten in der Kirche ein enormes zeitweiliges Monument errichtet, das aus einem Sockel bestand, worauf sich die 36 Tafeln und darüber der Reliquienschrein befanden.

Die Gestaltung all dieser Heiligendarstellungen wird doppelt belebt: Da Heiligkeit in allen Zeiten ein erreichbares Ideal bleibt, wurden auch die 28 Barockbilder im Chorgestühl mit 8 Fotos jüngerer Heiliger ergänzt. Daneben einige moderne Heilige; bemerken Sie im Spiegel einen neuen Kandidaten für die Heiligkeit? Dass jeder dieser 36 ein Beispiel darstellt, an dem man sich orientieren soll, wird zusätzlich durch einen Spiegel verkörpert, in dem man sich an ihrem Beispiel spiegeln kann.